Aus der Geschichte der Gemeinde Steinefrenz

Die erste urkundlich belegte Erwähnung von Steinefrenz am 13.Februar 959 n.Chr.

In der Urkunde vom 13.Februar 959 n.Chr. über die Konsekration der Humbacher (Montabaur)Kirche durch Erzbischof Heinrich I. von Trier mit der Umschreibung des Zehntbezirks wird zum ersten Male der Name Brencede (der älteste Name von Steinefrenz) erwähnt.Damals waren Herzog Hermann von Alamanien und seine Dienstleute im Besitz von Brencede. Dieser Herzog ,einer der führenden Großen der deutschen Frühgeschichte ,stammte keineswegs aus einem schwäbischen Geschlecht ,sondern aus dem Adelsgeschlecht der Konradiner, der Grafen des Lahngaues ,die damals eine maßgebliche Stellung im Herzogtum Franken hatten. Als in der Frühzeit deutscher Geschichte der Partikularismus der Stammesherzöge die königliche Zentralgewalt bedrohte, wurde er 931 n.Chr. mit dem HerzogtumSchwaben belehnt und blieb Heinrich I. und Otto d.Gr. zeitlebens ergeben.
 
Abb.Siegel v.Erzbischof Heinrich I. v.Trier
 
Herzog Hermann hat in der Vorstadt der Humbacher Burg von Grund auf aus Holz eine Kirche erbaut ,die der Herzog dem Marienkloster ,dem späteren Stift St. Florin in Koblenz ,schenkte .Nach wenigen Jahren baute Willimann ,der Vorsteher des Marienklosters zu Koblenz ,anstelle der hölzernen eine steinerne Kirche ,die der Erzbischof Heinrich von Trier den Heiligen Petrus und Georg weihte. Erzbischof Heinrich bestätigte diesem Kloster den Zehnten in den aus der Beschreibung seines Vorgängers Ruotbert von Trier übernommenen Grenzen ergänzt um Gebiete im Osten an der Grenze zum Lahngau ,zu dem Brencede gehörte (Anm.: Am 30.6.948 war Graf Konrad Kurzbold vom Niederlahngau gestorben).